26. März 2023

Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger

Auch bei meiner Mutter abgestaubt: Ein interessantes, fesselndes, witziges Buch, das ich nach der zweiten Hälfte so gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. Es befand sich zu Recht lange auf der Spiegel-Bestseller-Liste (die ist allerdings für mich normalerweise eher ein negativ-Kriterium). Neben dem Handlungsstrang zeichnet sich das Buch durch interessante Einblicke in Dressur von Tieren und auch in unterschiedliche Religionen aus.

Zwei Zitate hieraus über Religion finde ich allgemein sehr gut:

Auf S. 71: „Hindus, in ihrer großen Liebe zu allen Geschöpfen, sind haarlose Christen. Muslim, die Gott in allen Dingen sehen, sind bärtige Hindus. Christen in ihrer Gottesfürchtigkeit sind Muslims mit Hut.“

Auf S. 95: „Für mich ist Religion eine Frage der Würde.“

22. Februar 2023

Pip Williams: Die Sammlerin der verlorenen Wörter

Ein Buchtip aus der Zeitung des SoVD, der mich ansprach. Nun habe ich mir nach längerer Kaufabstinenz diesen Wunsch einfach einmal erfüllt – und es hat sich gelohnt.

Im Buch geht es historisch um die Entstehung des Oxford English Dictionary (OED). Dahinein wird eine weitere Geschichte verwoben, in der es um Wörter von Frauen und von der Straße geht, also nicht auf literarische Quellen zurückzuführende sprachliche Ergüsse. Der Plot ist durchgehend interessant gehalten, die Ausflüge in die Gassensprache sind plastisch dargestellt. Auch der Zusammenhang mit dem Erstreiten des Frauenwahlrechts zu dem entsprechenden Zeitraum, also derjenige, der auch für die Entstehung der ersten Ausgabe des OED relevant ist, kommt nicht zu kurz.

Ich konnte dieses interessante Buch in sehr kurzer Zeit beenden.

19. Februar 2023

Marion Röbkes: Esoterischer Reiseführer: unterschiedliche Gebiete

Ich weiß irgendwie nicht, was ich von diesen – aus den Beständen meiner Mutter stammenden – Büchern erwartet habe, aber es scheint mehr gewesen zu sein. Der Zusammenhang zur Esoterik ist oft hinten hinunter gefallen (die Autorin wollte ja auch keine riesigen Bände produzieren).

Die Autorin bewegt sich irgendwo zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen (alle belegt) und alten Mythen. Mir fehlten u.a. einige mir bekannte Stätten. Es ist nicht mehr – und nicht weniger – als eine kleine Reihe von inzwischen 25 Jahre alten Reiseführern zu alten Kultstätten und deren „Hinterlassenschaften“ zur Auswerbarkeit von Geschichtsverständnis.

Die Bände gehen auf den Bücherfriedhof, denn in Zeiten des Internets sind derartige Infos auch eigenständig vor Ort abzurufen.

9. Februar 2023

Ursula Poznanski: Eleria 1: Die Verratenen; Eleria 2: Die Verschworenen; Eleria 3: Die Vernichteten

In dieser Trilogie existieren 2 große menschliche Gruppen: Eine innerhalb von Glaskuppeln (im Buch Sphären genannt) lebend und die andere gegen widrige Umstände (eiszeitähnliche Bedingungen) außerhalb der Sphären.

Jedes Buch bringt neue Ideen und Erkenntnisse, wie schon die Titel ahnen lassen.

Die Sphärenmenschen gehen davon aus, daß ihre Form des Lebens die einzig richtige ist und ihre Kultur den außen lebenden nahegebracht werden muß. Ein zufällig belauschtes Gespräch macht einer kleinen Gruppe Sphärenbewohner deutlich, daß sie nicht mehr erwünscht sind, obwohl sie sich bisher als hoch angesehene Lernende erwiesen haben. Sie verstehen nicht, warum, werden unsanft auf ihren Weg gestoßen, treffen auf viele Widerstände, kommen aber auch zu tiefgreifenden Erkenntnissen. Jeder von ihnen geht mit den Informationen seinen eigenen Weg – mal gemeinsam mit den anderen, mal alleine.

Es ist eine emotionsreiche Geschichte, mit durchaus gesellschaftlichen Bezügen und Kritiken, wie fast alle Bücher von Ursula Poznanski.

5. Februar 2023

Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz

Aus dem Fundus meiner Mutter – ich habe es ihr auf ihren Wunsch vor langer Zeit einmal geschenkt – habe ich es jetzt als Astrid Lindgren Fan in meinen eigenen Bestand übernommen und mit viel Freude wieder gelesen.

Ein wichtiges Buch, in dem das Eintreten füreinander eine ebenso große Rolle spielt wie die Erkenntnis, daß mensch gerade auch mit Angst kein Feigling ist. Mutige Taten passieren nicht ohne die wichtige Alarmfunktion der Angst. Ein weiterer Aspekt des Buches ist das „hinterher“, wohin gehen wir mit unserem Tod. Astrid Lindgren benutzt hier kindgerechte Bilder und Vorstellungen, wie sie fast allen Menschen zu eigen sind, egal, welcher Religion sie letztendlich angehören.
 

23. Januar 2023

Stéphane Bruchfeld / Paul A. Levine: Erzählt es euren Kindern

Mein Mann hat seinen Bestand ein wenig ausgemistet, dabei fiel ihm dieses Buch in die Hände. Ich habe ja meistens noch ein Wörtchen beim Aussortieren von Büchern mitzureden, und so habe ich dieses Buch geschnappt, gelesen.

Mittels verschiedener zusammengetragener Dokumente – gerade auch von Zeitzeugen / Überlebenden des Holocaust – wird eine Analyse und Aufarbeitung des Themas in Angriff genommen. Anhand der Dokumente wird der Finger nicht nur auf Nazideutschland gelegt, sondern auch auf die Verantwortung jedes Einzelnen, jedes weiteren Staates, jeder Person. Die Darstellung ist sehr sachlich und trotz der Gräuel gut nachvollziehbar. Im Sinne des – aus der Bibel zitierten – Titels bewahre ich dieses Dokument weiterhin auf.



17. Januar 2023

Ursula Poznanski: Shelter

Wieder ein sehr gutes Buch von obiger Autorin. Ich habe es an einem Tag durchgelesen.

Auf einer im Sande verlaufenden Party kochen 5 Freunde die Idee einer Verschwörung aus, setzen sie in die Tat um – und sind ob derer Ergebnisse letztendlich sehr erstaunt, wohin sie diese Schnapsidee führt. Voller Spannung und Überraschungen begleiten wir einen der 5 durch die nicht ganz ungefährliche (für uns Leser schon ;)) Geschichte. 

4. Januar 2023

Rückblick auf 2022

Ja, letztes Jahr habe ich leider wirklich mein erklärtes Ziel zwei Bücher pro Monat vom SuB abzuarbeiten gründlich verfehlt, konnte ich doch "nur" 7 Bücher über das Jahr verteilt abbauen.

Es waren immer noch Autofahrten nach Niedersachsen zu erledigen und ich ersticke mehr oder weniger an den entsprechenden Hinterlassenschaften.

Auch habe ich mir an beiden Augen den Star stechen lassen und durfte somit etwas weniger lesen. Und meine Daddelei am Handy hält mich weiterhin erfolgreich vom Lesen ab ...

Mal sehen, was mir 2023 so bringt; bisher war es eine fette Erkältung seit Neujahr.

31. Dezember 2022

Reader's Digest Im Spiegel der Zeit: Nando Parrado: 72 Tage in der Hölle; Fiona Bollag: Das Mädchen, das aus der Stille kam; Gerhard Haase-Hindenberg: Der Mann, der die Mauer öffnete

Mein Mann fing an, bei seinen Büchern auszumisten und da war dieser Band auch dabei. Den konnte ich doch nicht ungelesen aus der Wohnung verbannen ;).

Erst interessierte mich ja das mittlere Buch vom Titel her, aber als mein GöGa mir kurz beschrieb, um was es im ersten Buch ging, wurde ich doch neugierig. Es geht um einen Flugzeugabsturz und wie die Überlebenden es schafften, trotz der widrigen Umstände zu überleben. Zu welchen Maßnahmen sie gezwungen waren und wie mühselig das Ersuchen um Rettung letztendlich wurde. Keine leichte Kost, aber so geschrieben, wie der Autor das ganze erlebt hat, also sehr mitnehmend und bewegend.

Das zweite Buch in diesem Band ist von einer taub geborenen jungen Dame, die aber „normal“ unter Hörenden aufwächst. Inzwischen ist sie Trägerin von Cochlea-Implantaten, aber der Weg dahin war auch nicht eben.

Das dritte Buch habe ich aber nicht mehr lesen mögen ...

10. November 2022

James Bowen: Bob 1 – 3: Bob, der Streuner / Bob und wie er die Welt sieht / Ein Geschenk von Bob

 

Bei den Büchern, die ich aus dem Haus meiner Mutter mitgenommen habe, fanden sich auch diese 3 Bände. Ich habe sie innerhalb von 3 Tagen lesen können und sie haben mir viel Freude bereitet.

Ein Ex-Junkie, ehemals Obdachloser und eine Findelkatze finden zueinander, kümmern sich um einander und wachsen aneinander. Wunderbar einprägsam über das harte Leben auf der Straße (in London) geschrieben. Ich mag diese Bücher bestimmt noch einmal lesen, also bekommen sie hier ein warmes Plätzchen.

19. Juli 2022

Edmund Fischer: Erzählungen aus der Geschichte Charlottenburgs

 

Einerseits habe ich hier interessante Fakten zur Stadtgeschichte Charlottenburgs, aus dem mein Vater stammt, herausgelesen, andererseits ist mir der Autor zu (lokal-)patriotisch und die Sprache, die er benutzt, ist noch stark vaterländisch und völkisch geprägt. Auch stört mich der Umgang mit Kartenmaterial und ähnlichem: Er hat zwar welches integriert in seine Texte und es mag auch historisch so richtig sein, aber die Materialien werden zu wenig gegenübergestellt. Auch sind die Ausschnitte nicht immer geschickt ausgewählt. Und vieles, was eine Karte der Gegend veranschaulichen würde, beschreibt er sehr umfangreichreich. Durch den weiteren Wandel der Stadt ist das für mich, ohne eigenes Kartenmaterial daneben liegen zu haben, teilweise schwer nachvollziehbar, schließlich ist das Buch auch schon etwa 60 Jahre alt.

12. Juli 2022

Hermann Gutmann: Roland und seine Brüder

 

Von einem begeisterten Bremer Rolandanhänger ein interessantes Buch über Rolandfiguren grundsätzlich, Namensherkunft und viele Dönekens, die historisch möglicherweise passen, aber eben nicht belegt sind. Vieles wird mit einem Augenzwinkern dargestellt.

Ich mag diesen Stil und die Hintergründe, die hier dargestellt werden. Das Buch bleibt hier.

22. Juni 2022

Patricia C. Wrede: Star Wars: I – III: Die dunkle Bedrohung + Angriff der Klonkrieger + Die Rache der Sith; George Lucas: Star Wars IV: Eine neue Hoffnung; Donald F. Glut: Star Wars V: Das Imperium schlägt zurück; James Kahn: Star Wars VI: Die Rückkehr der Jedi Ritter

Irgendwie war mir mal wieder nach Star Wars: Erst habe ich mir die Filme 1 – 6 reingezogen und dann auch noch die Bücher gelesen …

Die Prequels (Episode I – III) hatte ich schon vor längerer Zeit gelesen, aber jetzt wollte ich das unbedingt noch einmal alles nachvollziehen.

In den Episoden IV – VI finde ich in der Schiftform ein wenig gewöhnungsbedürftig die Namen der Droiden ausgeschrieben zu sehen, also statt C3PO Cedreipeo oder nur Dreipeo.

Nett finde ich, daß in der sechsten Episode Chewbaccas Laute sowie die von Erzwo (R2D2) und den Ewoks hier auch festgehalten sind. Z.B.: Wrrr-dit dwitt? anstelle R2 piepste eine Frage etc.

Klar fielen mir beim Lesen einige Unstimmigkeiten in der Chronologie eher auf als beim Film sehen. Die finde ich aber vernachlässigbar, ich mag das Star-Wars-Universum dennoch.

Die letzten drei Filme und Bücher wird es wohl in dieser Form erst geben, wenn ich auch die Bücher alle hier habe ...

11. Juni 2022

Phil Humor / Petra Peuleke (Hrsg): Warten auf Weihnachten (E-Book)

 

In vielen netten Kurzgeschichten werden die Weihnachtszeit und das -fest von unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet, gerade nicht nur aus der christlichen Sicht.

Ich mag die Bücher von Phil Humor (ein Pseudonym mit Hintergedanken ;) ) sowieso schon und die Schar der Mitstreiter dieses Werkes steht ihm in nichts nach.

16. April 2022

Eckhard Schiffer / Heidrun Schiffer: Nachdenken über Zappelphilipp – ADS: Beweg-Gründe und Hilfen

 

Ein interessanter Ansatz zum Thema ADS, besonders da hier die Medikamentengabe von Ritalin und ähnlichen Pharmaka kritisch hinterfragt wird, eher möchte das Autorenpaar Abhilfe für die Störungen auf anderem Wege aufzeigen.

Allerdings hat mir dieses Buch nicht wirklich viel weitergeholfen. Einige Thesen, wie Verstärkung etwas ADS-artigem durch Babysitter TV, waren mir durchaus schon bekannt und bewußt (meine Kinder hatten das nicht, und das trotz genetischer Disposition für ein ADS), andere Ideen kann ich schwer nachvollziehen bzw. die Abhilfe bestimmter Verhaltenweisen durch Prävention ist nicht immer so einfach umsetzbar, wie die Autoren meinen.

26. Februar 2022

Jean Meckert: Schwurgericht

 

In diesem Buch geht es um den Gerichtsprozeß zum Thema Töten auf Verlangen verbunden mit einer großzügigen Erbschaft für die Ausführende.

Gut dargestellt werden die einzelnen Juroren mit ihren Hintergründen und wie sie die Gerichtsbarkeit sehen. Einige finden es toll, im Gericht sitzen zu können und Zeugen und Sachverständige wieder in den Zeugenstand berufen zu können (diese hohen intelektuellen Herren), anderen ist das lästig, da die Arbeit zu Hause liegenbleibt, jemand genießt es, so im Rampenlicht zu stehen zu können. Auch die Stimmung der Bevölkerung um den Prozeß herum ist gut erfaßt worden.

Mir jedoch ist das zu detailliert, zu kleinkariert. Aber es entspricht gut seiner Entstehungszeit (1954). Ich möchte es einfach nicht beenden, es ist mir zu mühsam mich durch den alltäglichen Kram des nicht alltäglichen Gerichtsprozesses hindurchzubeißen.

24. Februar 2022

Dr. med. Thomas Kurscheid: Nie wieder Bluthochdruck: Die Kurscheid-Methode

 

Ja, ich habe seit meinem Unfall im November letzten Jahres ein wenig Bluthochdruck. Nun erhoffte ich mir von dem Buch einige Ursachen für hohen Blutdruck (besonders für den zweiten Wert) und gute Abhilfe über mein Laienwissen hinaus. Die meisten Ideen dazu kannte ich schon. Auch Gründe für den erhöhten unteren Wert lieferte mir das 60 Seiten starke kleine Buch nicht ausreichend. Enthalten sind einige für mich bisher unbekannte Rezepte, das macht einiges wieder wett. Allerdings wird mich keiner zu Smoothies und Avocados überreden können, laß es noch so gesund sein ...

20. Februar 2022

Ursula Poznanaski: Vanitas 1 - 3

Ja, ich habe einige etwas kürzere Nächte (schlafmäßig) gehabt, denn ich habe an 3 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einen Band beenden wollen (und das auch hinbekommen).

Im ersten Band „Schwarz wie Erde“ werden wir nach Wien und München entführt. Die Protagonistin lebt unter neuer Identität in Wien, der Polizist, der ihr dazu verholfen hat, gibt ihr einen Auftrag in München. …

Im zweiten Band „Grau wie Asche“ bleiben wir in Wien. Es geht um satanische Grabschändungen und die Hintergründe dafür.

Im dritten Band „Rot wie Feuer“ begeben wir uns nach Frankfurt in einen Clankrieg.

Die ersten beiden Bände fand ich sehr ansprechend – wie das meiste von Ursula Poznanski -, den dritten Band empfand ich schon ein wenig gequält. Dennoch möchte ich ihn als Abschluß der Trilogie nicht missen.

13. Februar 2022

Stanley Ellin: Tod am Weihnachtsabend

Dieses Buch aus dem Bestand meines Vaters ist ein wenig skurril, ähnlich Roald Dahl (ja, ich mag diese Art schwarzen Humores).

Es sind 5 Krimigeschichten, wobei der Ausgang wirklich überraschend formuliert wurde.

Ich möchte es kein 2. Mal lesen, also geht es auf die Reise.

30. Januar 2022

Ursula Poznanski: Blutkristalle

Ja, ich habe unseren Bestand an Büchern von ihr deutlich aufgestockt (noch nachträglich für meinen Großen zu Weihnachten, da unser anderer Sohn ein etwas größeres Geschenk bekam).

Dieses Buch ist ein Kurzthriller, d.h. den konnte ich – trotz Leseverbots ärztlicherseits – gestern schnell durchlesen (ja, solche Bücher brauche ich auch ab uns zu).

Es geht um das Thema Stalking – in diesem Fall vom Stalker aus geschrieben. Eine interessante Perspektive, die die Krankhaftigkeit manches Stalkers gut beschreibt. Auch hier ist der Plott spannend, das Ende zwischen unerwartet und doch deutlich (wenn man wie ich schon mehrere Bücher von Ursula Poznanski gelesen hat).

26. Januar 2022

Dr. Jürgen Weihofen: Zimt zähmt Zucker

Ein interessantes Buch über eine einfache Nahrungs“änderung“ aus dem Bestand meiner Mutter. Seit dem ich von diesem Buch weiß, trinke ich mein morgendliches kaffeeartiges Getränk mit einer Prise Zimt – lecker. Und wenn es hilft, warum nicht? Auch der Hinweis, auf den GI (Glykämischen Index) bei der Nahrung zu achten, finde ich gut nachvollziehbar (nicht immer so einfach in die Praxis umsetzbar).

Die hierin allerdings vorgeschlagene Zimtkur mit 5 (!) Mahlzeiten am Tag und davon die beiden kleinen als Soja-Kurdrink macht mich wegen des Soja einerseits schütteln (ich mag das Zeug alas Pflanzenmilch so gar nicht mehr) und ist für mich wegen der angedachten Idee der 5 Mahlzeiten (ich nehme 3, höchstens 4 Mahlzeiten am Tag zu mir) nicht praktikabel, nicht umsetzbar.

Dennoch werde ich mir die 2 – 3 Rezepte, die mir gefallen, daraus abschreiben. Danach kann ich aber auf das Buch verzichten ...

31. Dezember 2021

Rück- und Ausblick 2021 / 2022

Immerhin konnte ich mein Ziel von 2 Büchern SuB-Abbau gerade so nicht (dank Weihnachten und der Buchgeschenke an meine Söhne :rolleyes: ) aufrecht erhalten, habe ich doch einen Abbau von 21 Büchern zu verzeichnen.

Es fällt mir allerdings schwer, seit ich sehr viel Zeit mit Spielen am Handy verbringe, überhaupt wieder ans Lesen zu kommen … Auch ist das Haus meiner Mutter immer noch nicht von den Dingen, die ich überprüfen möchte, befreit – aber ein Ende ist dabei abzusehen. Nicht mehr viele Fahrten und ich kann es zum Verkauf freigeben. Natürlich ist dort immer noch reichlich an Literatur vorhanden, aber ich benötige nicht mehr alles davon, ich kann vieles loslassen (ja, ein langwieriger und nicht gerade einfacher Prozeß).

Jedenfalls hoffe ich Ende 2022 ein ähnliches positives Ergebnis vorweisen zu können und vielleicht auch meine Neubeschaffungs-Sperre aufheben zu können.

19. Dezember 2021

Ursula Poznanski: Aquila

 

Und gleich ein weiteres Buch meines Sohnes von ihr hinterher :grin:. Auch das ist wieder interessant und fesselnd.

Ort ist Siena, meine Lieblingsstadt in der Toskana. Die deutsche Protagonistin wacht auf mit „Lederallergie“ und muß nach einiger Zeit feststellen, daß ihr 2 ½ Tage fehlen. Sie versucht der Erinnerungslücke auf die Spur zu kommen (ihr liegt eine kryptische Liste von eigener Hand vor), bekommt dabei u.a. Streß mit der italienischen Polizei. Auch Hilfe bekommt sie – von erstmal unerwarteter Seite. Spannend finde ich, wie sie sich mittels Gerüchen und Musik an Bruchstücke erinnern kann – und wie die merkwürdigen Umstände und die dahinterliegende Wahrheit ans Tageslicht kommen.

18. Dezember 2021

Ursula Poznanski: Thalamus

 

Da mein Sohn wieder mal eines der Bücher von Ursula Poznanski geschenkt bekommen hat, mußte ich ein älteres von meiner Liste einfach weglesen …

Wieder ein sehr spannendes, interessantes Buch hoch brisanten Inhalts. Der Protagonist verunfallt mit dem Motorroller und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Er kommt in eine ReHa-Einrichtung und dann geht eigentlich das wesentliche erst los. Verschiedene undurchschaubare Erlebnisse machen seine Situation nicht einfacher – oder vielleicht doch? Ich möchte aus diesem tollen Buch nicht zuviel spoilern, deshalb mache ich nur vage Andeutungen. Es liest sich recht flott (heute begonnen und auch heute beendet).

27. November 2021

Ted Sieger / Liz Sutter Klasse Muheim 2

Ein Comic, aufgemacht wie ein Bilderbuch. Meine Jungs müssen den mal von einem Bücherei-Flohmarkt mitgenommen haben. Bis vor Kurzem wußte ich noch nicht einmal, daß dieses Buch hier im Hause ist …

Ja, Freud und Leid eines sowie Schüler- als auch Lehrer-Alltags mit Pubertierenden. Ist anschaulich und lustig geschrieben und darf – trotz Ausmistens ;) - weiterhin hier verbleiben.
 

20. November 2021

Carlo Collodi / Sara Fanelli: Pinocchio

Endlich konnte ich die ganze Geschichte in einer liebevollen Gestaltung lesen, ich kannte bisher ja „nur“ Bruchstücke der Zeichentrickserie.

Einerseits ist das eine schöne Geschichte, andererseits ist mir doch der erhobene Zeigefinger darin zu vordergründig. Ich möchte es kein zweites Mal lesen und somit wird das Buch meinen Haushalt verlassen.

14. November 2021

Anne Liersch / Christa Unzner: Ein Haus für alle

Auch aus dem Fundus meiner Mutter …

Eine schöne Geschichte, in der es darum geht, daß einige Tiere zum gemeinsamen Überwintern sich ein Haus bauen wollen. Sie tragen viele Materialien zusammen und dann möchte sich jemand Neues aus der Tierwelt anschließen. Der hat aber so ganz andere, sehr korrekte Vorstellungen vom Hausbau. Spannend, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und zu welchem erstaunlichen Ende sie kommt.

13. November 2021

Roland Gautschi / Giovanni Manna: Karl die Nebelkrähe

Dieses Bilderbuch aus dem Fundus meiner Mutter darf bei mir bleiben.

In der Geschichte geht es um eine Krähe, die von einer Regenwolke permanent verfolgt wird und wie sie sie los wird.

Für mich ist es ein wunderbares Beispiel, daß man die meisten unangenehmen, auch ererbten Dinge mit Hilfe angehen kann (und sollte) und auch bewältigen kann.

12. November 2021

Axel Milberg: Düsternbrook

Zum Jahreswechsel wurde dieses Buch groß beworben, mein Bruder schenkte es meiner Mutter zu Weihnachten. Ich selber werde es nicht beenden, da mir die bürgerliche Kindheitsidylle, die hier beschrieben wird so gar nicht liegt. Teilweise sind mir die Geschichtchen zu kindlich, zu wechselhaft, zu wenig abgeschlossen, ja rund. Es ist ein reines Mitteilungsbedürfnis, ohne daß ich eine für mich relevante Information oder einen Lustgewinn des Lesens an sich daraus bekommen kann.

1. November 2021

Alphonse Daudet: Briefe aus meiner Mühle

Aus dem Fundus meiner Mutter ein wenig Literatur als Monatsheft. Die Reihe nannte sich „Stimmen der Völker“ Meisternovellen der Weltliteratur.

Meistens führt mich bei so alten Werken die Neugierde zum Lesen hin …

Die Briefe aus meiner Mühle sind erfrischend realistisch, sowohl alltäglich als auch besonders geschrieben. Und obwohl der Titel Briefe beinhaltet, haben die Geschichten wenig mit einem Briefwechsel gemein. Es geht um die Wahrnehmung der (menschlichen) Umwelt, um Täuschungen, die nur allzu menschlich sind und selten in böser Absicht. Es klingt trotz schlimmer Erfahrungen meistens doch recht friedvoll, Vieles mit sich im Reinen.

Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet, aber dieses Format kann ich leider nicht weitergeben und hier behalten möchte ich das Heft auch nicht, also wird es ehrenvoll beerdigt.

11. Oktober 2021

Anne Perry: Eine Weihnachtsreise

Aus dem Fundus meiner Mutter – und nur wegen des möglichen Bezugs zu Weihnachten mitgenommen. Das Buch habe ich gut heute in einem Rutsch lesen können.

Erst dachte ich bei mir, na das wird ja was kitschiges sein: Adelige, alleinstehende bzw. -reisende Frauen zu Zeiten von Queen Victoria …

Dann las ich hinein und war einfach von der Reise der Frauen a) durch die Landschaft und b) zu sich selbst nur fasziniert. Die Ehrlichkeit, die hier auf einmal Aufmerksamkeit forderte – im Gegensatz zu den hochgesellschaftlichen Konventionen – war sehr feinfühlig und gut beschrieben. Es waren nicht mehr nur Frauen eines Standes gefangen in ihrer Zeit. Und damit gewinnt das Buch an Aktualität. Sehr schön fand ich auch den Schlußbogen, der wirklich einen Bezug zu Weihnachten (nicht allein die Jahreszeit!) herstellte. Das Buch hat, da ich es möglicherweise nochmals lesen möchte, hier ein ehrliches Asyl verdient.

24. September 2021

Alexej Tolstoi / Beljajewa, Marianna: Schneeweisschen und die Füchsin

Dieses Märchen-Bilderbuch ist zwar schön, aber es enthält Märchen - bis auf die Titelgeschichte - , die in sehr ähnlicher Form auch von anderen europäischen Dichtern und Sammlern aufgeschrieben wurden. Doppelte Geschehnisse in der Art haben hier leider keinen Platz.

17. September 2021

Charles Tazewell: Der kleinste Engel und der Weihnachtsstern

Ja, ein Büchlein zum Thema Weihnachten … - aber ich werde es nicht behalten. Eine amerikanische Weihnacht muß perfekt sein und strahlen und jeder Makel muß per Wunder rechtzeitig beseitigt werden. Nee, das liegt mir gar nicht.


 

16. September 2021

Meindert de Jong: Das siebente Kätzchen

 

Dieses Büchlein hatte meine Oma besorgt, damit wir etwas zu lesen hätten, wenn wir bei ihr sind. Ich hatte noch ein anderes Buch, Candy, vom selben Autoren und mochte das als Kind recht gerne. Inzwischen sind mir diese „armes Tier auf der Suche nach Zuwendung“-Themen nicht mehr nach meinen Lesegeschmack. Deshalb wird es in die Bücherkiste zum Weitergeben gelegt.

23. August 2021

Leo Lionni: Swimmy

Dieses Bilderbuch werde ich behalten. Ich kenne es noch aus meiner Kindheit, denn meine Mutter hat uns auch die Bilderbücher, die sie an andere Kinder verschenkte, vor dem Versand vorgelesen. Auch gefällt mir die Geschichte von „gemeinsam sind wir stark“ sehr gut.

Ab jetzt werde ich allerdings nur noch die Bilderbücher, die ich zu behalten gedenke auf meinem Blog führen, denn alle aufzuführen macht mir zuviel Arbeit (und mein Blog soll mir schließlich Spaß machen).

22. August 2021

Leo Lionni: Fisch ist Fisch

Ein wunderschönes Büchlein von Leo Lionni, das ich allerdings mit gemischten Gefühlen behalten werde. Das Thema ist mir zu stark an „Schuster bleib bei deinem Leisten“ orientiert, beinhaltet auf der anderen Seite die Akzeptanz von Beschränkungen. Mir gefällt die Darstellung der Ideen des Fisches zum erzählten des Frosches. Es macht sehr schön deutlich, daß wir in unseren beschränkten Sichtweisen von uns Unbekannten Dingen eher an unsere Erlebnisse, Erfahrungen und Vorstellungen, die auf Bekanntem beruhen, herangehen.

21. August 2021

James Krüss: Die kleinen Pferde heißen Fohlen

Dieses Buch kenne ich noch aus meiner Kindheit. Die Verse von James Krüss sind einfach klasse. Sollten die Gedichte aus diesem Band allerdings auch in „James Tierleben“ oder anderen seiner Werke vorhanden sein, geht das Büchlein woanders hin.

20. August 2021

Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

Eines der neuen Bücher in diesem Monat für mich. Ich finde es ein wichtiges Jugendbuch.

Es geht um eine Gesellschaft, in der die Menschen ziemlich gleich sind. Sie müssen nicht hungern, bekommen alle die gleiche Schulbildung, bekommen ihre Ausbildungsplätze nach Neigung und Talent von den Ältesten ausgewählt, selbst die Lebenspartner und Kinder werden für sie bestimmt. Für die kleineren Wehwehchen des Alltags gibt es medikamentöse Hilfen, d.h. sie leiden kaum und kennen wenige Risiken.

Der Protagonist lernt mit seinem vorgegebenen Ausbildungsziel als Hüter der historischen kollektiven Erinnerungen an Krieg, Hunger, Wetter, Farben und tiefe Gefühle die Kehrseite dieser „schönen“ Welt kennen. Sein Umgang sowie auch der seines Ausbilders mit dieser fast statischen Welt wird hier gezeigt und spannend dargestellt.

18. August 2021

Werner Holzwarth / Christina Bretschneider: Mama Maus 1 + 2

Nette Bilderbücher zu den Themen andersein und Umgang mit Angst in schönen Versen, aber für meinen Hausstand zu viel. Deshalb verlassen die bald denselben.

17. August 2021

Hermien Stellmacher / Regine Altegoer: Schlaf, Schäfchen, schlaf!

Auch aus dem Bestand meiner Mutter ...

Nett gemacht mit Anregungen für neue Strophen des Abendliedes „Schlaf, Kindlein, schlaf“. Allerdings erinnert der Plot stark an „Gute Nacht, Willi Wiberg“ - nur eben mit Schafen und Singen. Das Buch geht in die Flohmarkt-, Verschenke-, Spendenkiste.