Posts mit dem Label Holocaust werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Holocaust werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

23. Januar 2023

Stéphane Bruchfeld / Paul A. Levine: Erzählt es euren Kindern

Mein Mann hat seinen Bestand ein wenig ausgemistet, dabei fiel ihm dieses Buch in die Hände. Ich habe ja meistens noch ein Wörtchen beim Aussortieren von Büchern mitzureden, und so habe ich dieses Buch geschnappt, gelesen.

Mittels verschiedener zusammengetragener Dokumente – gerade auch von Zeitzeugen / Überlebenden des Holocaust – wird eine Analyse und Aufarbeitung des Themas in Angriff genommen. Anhand der Dokumente wird der Finger nicht nur auf Nazideutschland gelegt, sondern auch auf die Verantwortung jedes Einzelnen, jedes weiteren Staates, jeder Person. Die Darstellung ist sehr sachlich und trotz der Gräuel gut nachvollziehbar. Im Sinne des – aus der Bibel zitierten – Titels bewahre ich dieses Dokument weiterhin auf.



15. Februar 2021

Robert Merle: Der Tod ist mein Beruf

Ein interessantes Buch über Rudolf Höß, den Lagerkommandanten von Auschwitz, der die Vernichtung von Juden „industrialisierte“.

Der Autor hat alle Unterlagen über und von Rodolf Höß, der hier einen anderen Nachnamen führt, durchgearbeitet und in Ich-Form den Werdegang beschrieben.

Interessant ist das Buch insoweit, daß Rudolf Höß als treuer und zuverlässiger, sehr genauer Befehlsausführer dargestellt wird, der das Verfahren der Judenvernichtung zu optimieren hatte. Erschreckend dabei ist, daß er in Ausübung dieser Aufgabe keine Menschen, keine Individuen sondern „nur“ Einheiten gesehen hat - als ob er entsprechende Tonnen Eisen zu verarbeiten gehabt hätte. Für ihn war der größte Verrat letztendlich Himmlers Selbstmord, denn ihm und seinen Befehlen gegenüber war er ehrenvoll, also bedingungslos treu.

Dieses Buch werde ich kein zweites Mal lesen, einmal reicht und somit kommt es in meine Kiste zur Weggabe.

27. November 2016

Mark Rosemann: Die Wannsee-Konferenz

Ein sehr gut recherchiertes Buch, welches die Bedeutung und den Zweck der Wannsee-Konferenz zu ermitteln versucht. Der Stil ist eingängig, also für ein Sachbuch gut zu lesen.

Challenge-Punkte:
20 - ein Sachbuch
29 - ein Buch, dessen Cover mindestens 4 Farben hat
54 - ein Buch, in dem mindestens ein Adliger vorkommt
61 - ein Buch ohne Happy End

20. Oktober 2016

David Albahari: Götz und Meyer

Ein schwieriges Buch:
Erst dachte ich, es wäre eine gut nachvollziehbare Suche nach den Wurzeln (der jüdische, serbische Autor hat unter den Nazis etliche nähere und entferntere Familienangehörige durch Vergasen in einem LKW verloren). Aber im Laufe des Buches verliert sich der Autor immer mehr in der Identität der beiden Fahrer des Gas-LKWs, die er nie gesehen hat und von denen für ihn auch keine Fotos existieren ... - nach der Hälfte war ich immer wieder dran, das Buch nicht mehr fertig zu lesen (aber ich habe es dennoch geschafft!). Es ist also eher ein unbefriedigendes Lese-Erlebnis gewesen.

Challenge-Punkte
(5 - eine Autobiographie)
29 - ein Buch, dessen Cover mindestens 4 Farben hat
32 - ein Buch mit einem Tier auf dem Cover
61 - ein Buch ohne Happy End