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23. Januar 2023

Stéphane Bruchfeld / Paul A. Levine: Erzählt es euren Kindern

Mein Mann hat seinen Bestand ein wenig ausgemistet, dabei fiel ihm dieses Buch in die Hände. Ich habe ja meistens noch ein Wörtchen beim Aussortieren von Büchern mitzureden, und so habe ich dieses Buch geschnappt, gelesen.

Mittels verschiedener zusammengetragener Dokumente – gerade auch von Zeitzeugen / Überlebenden des Holocaust – wird eine Analyse und Aufarbeitung des Themas in Angriff genommen. Anhand der Dokumente wird der Finger nicht nur auf Nazideutschland gelegt, sondern auch auf die Verantwortung jedes Einzelnen, jedes weiteren Staates, jeder Person. Die Darstellung ist sehr sachlich und trotz der Gräuel gut nachvollziehbar. Im Sinne des – aus der Bibel zitierten – Titels bewahre ich dieses Dokument weiterhin auf.



16. August 2021

Kai Meyer: Der Kreuzworträtsel-Mörder

Auf dieses Buch bin ich gestoßen, als ich ein Erstlingswerk eines Autoren für eine Challenge suchte. Da ich die Bücher von Kai Meyer – inzwischen Jugend- und Fantasybereich – mag, befand es sich sehr lange auf meiner Wunschliste. Endlich konnte ich es günstig erwerben …

Ob ich ohne den Bezug zum Autoren mir ein Buch über ein wahres Verbrechens-Geschehen ansonsten besorgt und gelesen hätte, ist schon einigermaßen fragwürdig, aber der Zusammenhang wurde mir erst mit Erhalt des Buches deutlich. Auch weiß ich erst seit diesem Buch, daß die literarischen Anfänge Kai Meyers im Journalismus liegen.

Beim Lesen dieses doch recht spannenden, wenn auch nicht schönen Falles, blitzt trotz aller journalistischer Genauigkeit sein späterer Stil, den ich mag, an einigen Stellen durch. Es werden die Schwierigkeiten, die durch die politische Situation in der DDR auch bei der Polzeiarbeit herrschten, vorsichtig übermittelt. Der Mörder des Falls wird relativ früh vorgestellt, die Berichterstattung hält sich sehr an die chronologische Reihenfolge der Abläufe mit nur geringen Rückblenden. Spannender ist, wie und wann er überführt werden kann. Die Ermittlungsarbeiten dauerten immerhin 10 Monate bis dahin. Trotz der großen Emotionalität (es geht schließlich um einen Kindsmord) gelingt es Kai Meyer alles spannend und sachlich, ja recht nüchtern, vorzutragen.

23. Februar 2021

Morton Rhue: Die Welle

Ein immer noch wichtiges Buch. Mein Großer hatte das als Schul-Lektüre und somit habe ich es zum Anlaß genommen, es wieder zu lesen. Das Exemplar hier fällt allerdings auseinander, so werde ich es gleich beerdigen.

5. Februar 2021

Renate Künast: Klasse statt Masse

Dieses Buch hat die damalige Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft nach ihrem ersten Jahr im Amt des in dieser Kombination neuen Ressorts geschrieben. Es schildert sehr gut die vorhandenen Verkrustungen in den Köpfen der „Altherrenriege“, die vorher sich um die Landwirtschaft und Ernährung gekümmert hat (und teilweise in anderen Gremien auch zeitgleich zu Renate Künast kümmert) und die Kämpfe ebenso wie die Möglichkeiten, damit umzugehen, dagegen anzukommen und etwas zu bewegen, zu bewirken. In die Amszeit von Frau Ministerin Künast fällt u.a. die Einführung des deutschlandweit (ich bin mir nicht mehr sicher, wie weit darüber hinaus) geltenden Ökosiegels (damals Künast-Label genannt ;) ). Auch die Abschaffung der Käfighaltung für Hühner kommt unter dem Wirken von Frau Künast zustande sowie etliche andere ökologisch sinnvolle, dem Verbraucherschutz und der Nachhaltigkeit dienende Umstrukturierungen in der Agrarpolitik – und das nicht nur in Deutschland sondern auch auf Europa-Ebene sowie darüber hinaus im ernsthaften Bemühen um diese Themen für die sogenannte Dritte Welt. Ein gut zu lesendes Buch, das mir Hochachtung für den Einsatz der Autorin abringt. Etliche ihrer Verdienste waren mir gar nicht mehr so gegenwärtig, auch wenn wir immer noch mehr für die Erde und uns Menschen als Verbraucher tun können und müssen, wie es auch im Untertitel dieses Buches heißt: Die Erde schätzen, den Verbraucher schützen. Es bleibt zum Nachschlagen noch hier im Haus.

8. Oktober 2020

Gilles Kepel: Zwischen Kairo und Kabul

Der Klappentext:

Kurz nach dem 11. September 2001 unternimmt Gilles Kepel (er hat Soziologie und Arabistik studiert und lehrt als Professor für Politische Studien in Paris. Er lebte lange im Orient und gilt als führende Autorität auf dem Gebiet des Islam – Einschub eines Teils des inneren Klappentextes) eine Reise durch Länder der islamischen Welt. Seine Stationen sind unter anderem Kairo, Beirut, Damaskus, Dubai, Qatar, Abu Dhabi und Kabul. Im ständigen Rekurs auf die jüngste Geschichte versucht er, die Popularität Bin Ladens zu verstehen, aber auch die Faszination, die das Abendland ausstrahlt, und die Hoffnungslosigkeit angesichts fehlender Perspektiven im jeweiligen Land. Dabei gelingt es Kepel meisterhaft, Analyse und Erzählkunst zu verbinden.

Eine sehr interessante Lektüre, die mir die Augen ein wenig für die realen Lebensbedingungen im Nahen Osten geöffnet hat. Ich finde es auch spannend, wie wenig oder wie viel sich inzwischen in diesen Ländern verändert hat. Seit dem Tod von Arafat ist es still um die PLO und den Palästinenser-Staat geworden. Der Tod Osama Bin Ladens hat den Irrsinn des Ganzen zwar aufgezeigt, ihn in einigen Bereichen jedoch kaum verändert.

5. Juni 2020

Heft: Ein großer Tag in der Geschichte unserer Stadt 26. Juni 1963: John F. Kennedy in Berlin

Ich weiß nicht so recht, ob das Heft mit den Original-Reden des Tages des Kennedy-Besuches in Berlin zu den Büchern zählt, aber da mir die Zeit, in der ich das Heft gelesen habe, für meine anderen Projekte fehlt, führe ich es hier auf – ohne daß es als SuB-Abbau gilt.
Es ist schon sehr interessant, die Reden um das Zitat „Ich bin ein Berliner“ herum im Zusammenhang zu lesen. Auch die Ideen und Ansichten aus den frühen 60ern sind für mich doch recht spannend. Ich kann diese Reden allen demokratischen, friedliebenden Menschen nur empfehlen. Es wäre auch wünschenswert, wenn sich der amtierende US-Präsi (nein, den Namen nenne ich jetzt nicht!) mit dieser Rede aktiv beschäftigen würde.
Aufgrund meiner eigenen Verbindung zur Stadt Berlin (ich bin ein Berliner) und meiner historischen Verwurzelung – bin ja nur ein wenig vor dem Zeitpunkt des Besuches zur Welt gekommen – wird das Heft noch hier verweilen, selbst wenn ich weiß, daß meine Söhne so gar kein Interesse daran haben.

12. November 2017

Harriet Beecher Stowe: Onkel Toms Hütte

Endlich konnte ich diesen Klassiker, der inhaltlich nichts an Aktualität eingebüßt hat, als E-Book beenden. Ein zwar stark christliches, aber sehr ergreifendes Buch. Selbst wenn es berechtigte Kritik an einigen Wesenszügen der dargestellten Sklaven gibt, ist es doch ein Buch, das so manches ins Nachdenken und Rollen bringen kann und sollte.

Challenge-Punkte:
6 - ein Kinder- oder Jugendbuch
14 - ein Buch von einem Autoren, von dem du noch nichts gelesen hast.
15 - ein Buch, das aus wechselnden Perspektiven erzählt wird
22 - ein Buch, das mindestens 100 Jahre vor deiner Geburt geschrieben / veröffentlicht wurde
30 - ein Buch mit drei Wörtern im Titel
38 - ein Buch über unsere Natur / die Erde/ die Umwelt / Tierwelt
39 - ein Buch zu einem aktuellen Thema
41 - ein Buch, das im Gefängnis handelt oder geschrieben wurde
43 - ein politisches Buch oder von einem Politiker

15. September 2017

Werkkreis Literatur der Arbeitswelt: Kriminalgeschichten

Ein ganz anderes Buch über Kriminalgeschichten als herkömmliche Krimis mit Toten. Vieles aus den Bereichen der Wirtschaftskriminalität, der Ausbeutung, der ungünstigen Verhältnisse - also ein sehr sozialkritisches Buch. Mein Urteil ist: lesenswert. Allerdings werde ich es nicht hier behalten. Einmal lesen reicht.

Challenge-Punkte:
3 - ein Buch mit 200 - 300 Seiten
14 - ein Buch von einem Autor, von dem du noch nie etwas gelesen hast
15 - ein Buch, das aus wechselnden Perspektiven erzählt wird
23 - ein Krimi
(38 - ein Buch über unsere Natur / die Erde / die Umwelt / Tierwelt)
39 - ein Buch zu einem aktuellen Thema
(41 - ein Buch, das im Gefängnis handelt oder geschrieben wurde)
43 - ein politisches Buch oder von einem Politiker