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28. Oktober 2023

Hermann Kant: Ein bißchen Südsee

Ein Buch aus meinem Elternhaus, welches mir schon einiges an Lesevergnügen geboten hat.

Witzige Familiengeschehnisse werden hier dargestellt. Es kommen durchaus auch Besonderheiten der DDR zum Zuge, die wir heute wenig nachvollziehen können.

Ich zitiere den inneren Klappentext hierzu, selbst wenn ich sonst den Äußerungen einen Reich-Ranicki eher kritisch gegenüber eingestellt bin:

„Wenn es nur das Lockword >Südsee< war, was Sie nach diesem Buch greifen ließ, so sollten Sie es nicht kaufen. Ich biete Ihnen lediglich ein bißchen Südsee … Doch sollten Sie auf Abenteuer und bunte Tupfer, auf Eigenart und ein wenig Herzenswärme aus sein so sagte ich in aller Unbescheidenheit: Da greifen Sie nur zu, denn damit kann ich dienen. Und wenn Sie einen suchen, der Sie mal zum Lachen bringt. Dann prahle ich: Ich bin Ihr Mann. Auch könnte ich Ihnen Leute nennen, die über die eine oder andere Geschichte geweint haben, nicht gar so sehr, aber doch geweint, und wenn Ihnen nach dergleichen ist, so nur heraus … Wir haben keine Maupassants. Ich bin auch keiner, ich weiß es nur zu gut. Aber ich weiß auch, daß Geschichten sein müssen.“ Diesen Worten Hermann Kants über seine Erzählungen kann man eigentlich nur hinzufügen, was Marcel Reich-Ranicki vom Autor hält: „Jawohl, dieser Hermann Kant aus Ost-Berlin kann sich sehen lassen. Er ist zu vielem fähig. Er weiß Bescheid, er kennt sich im literarischen Gewerbe genau aus, er versteht sein Handwerk. Ein intelligenter, ein schlauer Bursche, ein vielseitiger, ein wendiger Journalist, ein professioneller und temperamentvoller Polemiker, ein lustiger Bruder vom traurigen Feuilleton des >Neuen Deutschland<.“ (Die Zeit)

19. Juli 2022

Edmund Fischer: Erzählungen aus der Geschichte Charlottenburgs

 

Einerseits habe ich hier interessante Fakten zur Stadtgeschichte Charlottenburgs, aus dem mein Vater stammt, herausgelesen, andererseits ist mir der Autor zu (lokal-)patriotisch und die Sprache, die er benutzt, ist noch stark vaterländisch und völkisch geprägt. Auch stört mich der Umgang mit Kartenmaterial und ähnlichem: Er hat zwar welches integriert in seine Texte und es mag auch historisch so richtig sein, aber die Materialien werden zu wenig gegenübergestellt. Auch sind die Ausschnitte nicht immer geschickt ausgewählt. Und vieles, was eine Karte der Gegend veranschaulichen würde, beschreibt er sehr umfangreichreich. Durch den weiteren Wandel der Stadt ist das für mich, ohne eigenes Kartenmaterial daneben liegen zu haben, teilweise schwer nachvollziehbar, schließlich ist das Buch auch schon etwa 60 Jahre alt.

1. November 2021

Alphonse Daudet: Briefe aus meiner Mühle

Aus dem Fundus meiner Mutter ein wenig Literatur als Monatsheft. Die Reihe nannte sich „Stimmen der Völker“ Meisternovellen der Weltliteratur.

Meistens führt mich bei so alten Werken die Neugierde zum Lesen hin …

Die Briefe aus meiner Mühle sind erfrischend realistisch, sowohl alltäglich als auch besonders geschrieben. Und obwohl der Titel Briefe beinhaltet, haben die Geschichten wenig mit einem Briefwechsel gemein. Es geht um die Wahrnehmung der (menschlichen) Umwelt, um Täuschungen, die nur allzu menschlich sind und selten in böser Absicht. Es klingt trotz schlimmer Erfahrungen meistens doch recht friedvoll, Vieles mit sich im Reinen.

Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet, aber dieses Format kann ich leider nicht weitergeben und hier behalten möchte ich das Heft auch nicht, also wird es ehrenvoll beerdigt.

1. August 2020

Carl Schöyen: Fischer auf den Lofoten

Dieses Buch hat meinem Lehrer-Opa gehört.
Erst dachte ich, ich lese es - und tschüß, aber nun möchte ich es doch behalten. Es beschreibt sehr griffig die Lebensumstände auf den Lofoten.

Zu Carl Schöyen und seinem Wirken tipper ich mal das Nachwort, verfaßt von Max Linke, des vorliegenden Büchleins ab:
Als im Jahre 1938 eine Reihe bedeutender Männer des norwegischen Geisteslebens dem Storting den Antrag vorlegten, dem 60 jährigen Forscher und Dichter Carl Schöyen einen lebenslänglichen Ehrensold zu bewilligen, erlebte der  norwegische Reichstag eine Überraschung. In unzähligen Briefen aus allen Teilen des Landes, von einsamen Fischern auf den Lofotinseln von Lappen aus dem hohen Norden, von der Vereinigung der Eismeerfischer wurde dieser Antrag mit einer Wärme und Herzlichkeit unterstützt, aus der die Verehrung und Liebe zu einem Manne sprach, der viele Jahre das karge und harte Leben dieser einfachen Menschen geteilt und es in seinen Büchern ebenso schlicht und wahrheitsgetreu aufgezeichnet hatte. Carl Schöyen hat es immer abgelehnt, als Dichter zu gelten. Und doch sind in seinen beiden Büchern "Skouluk Andaras Berichte aus Lappland" und "Der Lofot" (in deutscher Übertragung im Eugen Diederichs Verlag erschienen) die realistische Darstellung des Volkskundlers und die klare Beobachtung des Naturforschers in einer so glücklichen Weise vereint, daß seine Schilderungen eine dichterische Höhe erreichen, die einzigartig ist. Das vorliegende Bändchen enthält eine Reihe kleinerer in sich abgerundeter Stücke, die aus dem buche "Der Lofot" ausgewählt sind. Sie werden Carl Schöyen auch in Deutschland die freudige Zuneigung gewinnen helfen, die dieser lebensnahe Kenner der nordischen Landschaft und ihrer Menschen schon längst verdient hat.

20. September 2018

Paul van Loon: Der Gruselbus 4

Teilweise kamen mir die Geschichten bekannt vor, aber möglicherweise konnte ich das Buch bisher nicht beenden, da es mir von meinem Nachttisch weggemoppst wurde ...
Die Geschichten hieraus sind mir manchmal schon eine Spur zu gruselig - und das als Jugendbuch (naja, wohl doch ein bißchen mehr für Jungs gedacht ;) ).

23. März 2018

Ewa Aukett: Sahnestücke

Die Sahnestücke habe ich gerne unterwegs - dank E-Book-Reader - gelesen (fahre momentan ja alle 4 Wochen 5 1/2 Stunden mit dem Zug zu meiner Mutter und auch wieder zurück), allerdings brauchte ich zwischen den einzelnen Happen doch die eine oder andere Pause (wer verträgt denn auch mehr als zwei Sahnestücke hintereinander ;)).
Unterschiedlichste Themen mit oft überraschenden Wendungen machten das Lesen jedenfalls sehr vergnüglich und kurzweilig.

8. Januar 2018

Oscar Wilde: Erzählungen und Aphorismen

Die Aphorismen haben mich sehr viel Kraft und Zeit gekostet. Die Erzählungen sind mir teilweise schon bekannt gewesen. Die haben sich auf alle Fälle gelohnt.

4. September 2017

Herbert Reinecker: Ich bring' die Freude mit

Ein Buch mit vielen Begebenheiten, bei denen es mir so vorkam, als ob ich die eine oder andere auch schon im Fernsehen gesehen hätte ...
Liest sich nett, gibt neue Ideen und macht auch Mut.

Challenge-Punkte:
3 - ein Buch mit 200 - 300 Seiten
(4 - ein Buch, von dem du den Film gesehen hast oder sehen wirst)
15 - ein Buch, das aus wechselnden Perspektiven erzählt wird
16 - ein Buch mit einem Senioren und / oder Seniorin als Protagonisten
17 - ein Buch, das dir ein tolles Gefühl gegeben hat
18 - ein Buch, das du verschenken würdest
21 - ein Buch, das von einem Prominenten geschrieben wurde
26 - ein Buch, aus dem du etwas gelernt hast
38 - ein Buch über unsere Natur / die Erde / die Umwelt / Tierwelt
42 - ein Buch, das in einer Stadt spielt oder bei dem eine Stadt im Vordergrund steht

3. August 2017

Simon and Schuster: Wanderlust

Einige nette Geschichten - alle trotz des deutschen Titels in Englisch. Allerdings sind hier jeweils nur die Anfänge der jeweiligen Werke vertreten. Außerdem sind an jede Leseprobe Ideen für die Diskussion im Buchclub dazu notiert, die sich auf das jeweilige gesamte Buch beziehen, deshalb also wären die entsprechenden Fragen für mich sehr oft unbeantwortbar. Schade, denn das Hineinschnuppern in die verschiedenen Kulturen, das hier geboten wird, darf auch gerne gründlicher erfolgen ...

Challenge-Punkte
2 - ein Buch, in dem es um eines deiner Hobbies geht
14 - ein Buch von einem Autor, von dem du noch nie etwas gelesen hast
15 - ein Buch, das aus wechselnden Perspektiven erzählt wird
31 - ein Buch mit einem Gebäude auf dem Cover, im Titel oder in der Handlung
38 - ein Buch über unsere Natur / die Erde / die Umwelt / Tierwelt
49 - ein Buch in einer für dich fremden Sprache

21. Juli 2017

Ingeborg Mues: Wer will schon einen Weihnachtsmann

Merkwürdig, dieses Buch war ordentlich bei meinem halben Meter gelesener Weihnachtsbücher einsortiert, aber beim Lesen jetzt konnte ich mich an keine einzige Geschichte erinnern. Gut, daß ich es Gudrun geliehen hatte, so kam ich jetzt also selber in den Genuß desselben.
Viele weihnachtliche Geschichten, besinnlich, erfreulich, nachdenklich und teilweise - wie schon der Untertitel verrät - auch sehr garstig. Für Weihnachtsliebhaber ebenso wie für deren Gegner schon fast ein kleines "Muß" ;).

Challenge-Punkte:
13 - ein Buch mit Sonne, Mond, Planet(en), oder Stern(en) auf dem Cover, im Titel oder in der Handlung
14 - ein Buch von einem Autor, von dem du noch nie etwas gelesenh hast
16 - ein Buch mit einem Senioren und / oder Seniorin als Protagonisten
17 - ein Buch, das dir ein tolles Gefühl gegeben hat
18 - ein Buch, das du verschenken würdest
46 - eine Weihnachtsgeschichte

5. Juli 2017

Alissa Walser: Die kleinere Hälfte der Welt

Dieses Buch wird von mir nicht gelesen, da es mir zu stark sexuell ausgerichtet ist und keinen Spaß macht.

Challenge-Punkte:
1 - ein Buch aus einem für die untypischen Genre
14 - ein Buch von einem Autor, von dem du noch nie etwas gelesen hast