31. Dezember 2022

Reader's Digest Im Spiegel der Zeit: Nando Parrado: 72 Tage in der Hölle; Fiona Bollag: Das Mädchen, das aus der Stille kam; Gerhard Haase-Hindenberg: Der Mann, der die Mauer öffnete

Mein Mann fing an, bei seinen Büchern auszumisten und da war dieser Band auch dabei. Den konnte ich doch nicht ungelesen aus der Wohnung verbannen ;).

Erst interessierte mich ja das mittlere Buch vom Titel her, aber als mein GöGa mir kurz beschrieb, um was es im ersten Buch ging, wurde ich doch neugierig. Es geht um einen Flugzeugabsturz und wie die Überlebenden es schafften, trotz der widrigen Umstände zu überleben. Zu welchen Maßnahmen sie gezwungen waren und wie mühselig das Ersuchen um Rettung letztendlich wurde. Keine leichte Kost, aber so geschrieben, wie der Autor das ganze erlebt hat, also sehr mitnehmend und bewegend.

Das zweite Buch in diesem Band ist von einer taub geborenen jungen Dame, die aber „normal“ unter Hörenden aufwächst. Inzwischen ist sie Trägerin von Cochlea-Implantaten, aber der Weg dahin war auch nicht eben.

Das dritte Buch habe ich aber nicht mehr lesen mögen ...

10. November 2022

James Bowen: Bob 1 – 3: Bob, der Streuner / Bob und wie er die Welt sieht / Ein Geschenk von Bob

 

Bei den Büchern, die ich aus dem Haus meiner Mutter mitgenommen habe, fanden sich auch diese 3 Bände. Ich habe sie innerhalb von 3 Tagen lesen können und sie haben mir viel Freude bereitet.

Ein Ex-Junkie, ehemals Obdachloser und eine Findelkatze finden zueinander, kümmern sich um einander und wachsen aneinander. Wunderbar einprägsam über das harte Leben auf der Straße (in London) geschrieben. Ich mag diese Bücher bestimmt noch einmal lesen, also bekommen sie hier ein warmes Plätzchen.

19. Juli 2022

Edmund Fischer: Erzählungen aus der Geschichte Charlottenburgs

 

Einerseits habe ich hier interessante Fakten zur Stadtgeschichte Charlottenburgs, aus dem mein Vater stammt, herausgelesen, andererseits ist mir der Autor zu (lokal-)patriotisch und die Sprache, die er benutzt, ist noch stark vaterländisch und völkisch geprägt. Auch stört mich der Umgang mit Kartenmaterial und ähnlichem: Er hat zwar welches integriert in seine Texte und es mag auch historisch so richtig sein, aber die Materialien werden zu wenig gegenübergestellt. Auch sind die Ausschnitte nicht immer geschickt ausgewählt. Und vieles, was eine Karte der Gegend veranschaulichen würde, beschreibt er sehr umfangreichreich. Durch den weiteren Wandel der Stadt ist das für mich, ohne eigenes Kartenmaterial daneben liegen zu haben, teilweise schwer nachvollziehbar, schließlich ist das Buch auch schon etwa 60 Jahre alt.

12. Juli 2022

Hermann Gutmann: Roland und seine Brüder

 

Von einem begeisterten Bremer Rolandanhänger ein interessantes Buch über Rolandfiguren grundsätzlich, Namensherkunft und viele Dönekens, die historisch möglicherweise passen, aber eben nicht belegt sind. Vieles wird mit einem Augenzwinkern dargestellt.

Ich mag diesen Stil und die Hintergründe, die hier dargestellt werden. Das Buch bleibt hier.

22. Juni 2022

Patricia C. Wrede: Star Wars: I – III: Die dunkle Bedrohung + Angriff der Klonkrieger + Die Rache der Sith; George Lucas: Star Wars IV: Eine neue Hoffnung; Donald F. Glut: Star Wars V: Das Imperium schlägt zurück; James Kahn: Star Wars VI: Die Rückkehr der Jedi Ritter

Irgendwie war mir mal wieder nach Star Wars: Erst habe ich mir die Filme 1 – 6 reingezogen und dann auch noch die Bücher gelesen …

Die Prequels (Episode I – III) hatte ich schon vor längerer Zeit gelesen, aber jetzt wollte ich das unbedingt noch einmal alles nachvollziehen.

In den Episoden IV – VI finde ich in der Schiftform ein wenig gewöhnungsbedürftig die Namen der Droiden ausgeschrieben zu sehen, also statt C3PO Cedreipeo oder nur Dreipeo.

Nett finde ich, daß in der sechsten Episode Chewbaccas Laute sowie die von Erzwo (R2D2) und den Ewoks hier auch festgehalten sind. Z.B.: Wrrr-dit dwitt? anstelle R2 piepste eine Frage etc.

Klar fielen mir beim Lesen einige Unstimmigkeiten in der Chronologie eher auf als beim Film sehen. Die finde ich aber vernachlässigbar, ich mag das Star-Wars-Universum dennoch.

Die letzten drei Filme und Bücher wird es wohl in dieser Form erst geben, wenn ich auch die Bücher alle hier habe ...

11. Juni 2022

Phil Humor / Petra Peuleke (Hrsg): Warten auf Weihnachten (E-Book)

 

In vielen netten Kurzgeschichten werden die Weihnachtszeit und das -fest von unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet, gerade nicht nur aus der christlichen Sicht.

Ich mag die Bücher von Phil Humor (ein Pseudonym mit Hintergedanken ;) ) sowieso schon und die Schar der Mitstreiter dieses Werkes steht ihm in nichts nach.

16. April 2022

Eckhard Schiffer / Heidrun Schiffer: Nachdenken über Zappelphilipp – ADS: Beweg-Gründe und Hilfen

 

Ein interessanter Ansatz zum Thema ADS, besonders da hier die Medikamentengabe von Ritalin und ähnlichen Pharmaka kritisch hinterfragt wird, eher möchte das Autorenpaar Abhilfe für die Störungen auf anderem Wege aufzeigen.

Allerdings hat mir dieses Buch nicht wirklich viel weitergeholfen. Einige Thesen, wie Verstärkung etwas ADS-artigem durch Babysitter TV, waren mir durchaus schon bekannt und bewußt (meine Kinder hatten das nicht, und das trotz genetischer Disposition für ein ADS), andere Ideen kann ich schwer nachvollziehen bzw. die Abhilfe bestimmter Verhaltenweisen durch Prävention ist nicht immer so einfach umsetzbar, wie die Autoren meinen.

26. Februar 2022

Jean Meckert: Schwurgericht

 

In diesem Buch geht es um den Gerichtsprozeß zum Thema Töten auf Verlangen verbunden mit einer großzügigen Erbschaft für die Ausführende.

Gut dargestellt werden die einzelnen Juroren mit ihren Hintergründen und wie sie die Gerichtsbarkeit sehen. Einige finden es toll, im Gericht sitzen zu können und Zeugen und Sachverständige wieder in den Zeugenstand berufen zu können (diese hohen intelektuellen Herren), anderen ist das lästig, da die Arbeit zu Hause liegenbleibt, jemand genießt es, so im Rampenlicht zu stehen zu können. Auch die Stimmung der Bevölkerung um den Prozeß herum ist gut erfaßt worden.

Mir jedoch ist das zu detailliert, zu kleinkariert. Aber es entspricht gut seiner Entstehungszeit (1954). Ich möchte es einfach nicht beenden, es ist mir zu mühsam mich durch den alltäglichen Kram des nicht alltäglichen Gerichtsprozesses hindurchzubeißen.

24. Februar 2022

Dr. med. Thomas Kurscheid: Nie wieder Bluthochdruck: Die Kurscheid-Methode

 

Ja, ich habe seit meinem Unfall im November letzten Jahres ein wenig Bluthochdruck. Nun erhoffte ich mir von dem Buch einige Ursachen für hohen Blutdruck (besonders für den zweiten Wert) und gute Abhilfe über mein Laienwissen hinaus. Die meisten Ideen dazu kannte ich schon. Auch Gründe für den erhöhten unteren Wert lieferte mir das 60 Seiten starke kleine Buch nicht ausreichend. Enthalten sind einige für mich bisher unbekannte Rezepte, das macht einiges wieder wett. Allerdings wird mich keiner zu Smoothies und Avocados überreden können, laß es noch so gesund sein ...

20. Februar 2022

Ursula Poznanaski: Vanitas 1 - 3

Ja, ich habe einige etwas kürzere Nächte (schlafmäßig) gehabt, denn ich habe an 3 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einen Band beenden wollen (und das auch hinbekommen).

Im ersten Band „Schwarz wie Erde“ werden wir nach Wien und München entführt. Die Protagonistin lebt unter neuer Identität in Wien, der Polizist, der ihr dazu verholfen hat, gibt ihr einen Auftrag in München. …

Im zweiten Band „Grau wie Asche“ bleiben wir in Wien. Es geht um satanische Grabschändungen und die Hintergründe dafür.

Im dritten Band „Rot wie Feuer“ begeben wir uns nach Frankfurt in einen Clankrieg.

Die ersten beiden Bände fand ich sehr ansprechend – wie das meiste von Ursula Poznanski -, den dritten Band empfand ich schon ein wenig gequält. Dennoch möchte ich ihn als Abschluß der Trilogie nicht missen.

13. Februar 2022

Stanley Ellin: Tod am Weihnachtsabend

Dieses Buch aus dem Bestand meines Vaters ist ein wenig skurril, ähnlich Roald Dahl (ja, ich mag diese Art schwarzen Humores).

Es sind 5 Krimigeschichten, wobei der Ausgang wirklich überraschend formuliert wurde.

Ich möchte es kein 2. Mal lesen, also geht es auf die Reise.

30. Januar 2022

Ursula Poznanski: Blutkristalle

Ja, ich habe unseren Bestand an Büchern von ihr deutlich aufgestockt (noch nachträglich für meinen Großen zu Weihnachten, da unser anderer Sohn ein etwas größeres Geschenk bekam).

Dieses Buch ist ein Kurzthriller, d.h. den konnte ich – trotz Leseverbots ärztlicherseits – gestern schnell durchlesen (ja, solche Bücher brauche ich auch ab uns zu).

Es geht um das Thema Stalking – in diesem Fall vom Stalker aus geschrieben. Eine interessante Perspektive, die die Krankhaftigkeit manches Stalkers gut beschreibt. Auch hier ist der Plott spannend, das Ende zwischen unerwartet und doch deutlich (wenn man wie ich schon mehrere Bücher von Ursula Poznanski gelesen hat).

26. Januar 2022

Dr. Jürgen Weihofen: Zimt zähmt Zucker

Ein interessantes Buch über eine einfache Nahrungs“änderung“ aus dem Bestand meiner Mutter. Seit dem ich von diesem Buch weiß, trinke ich mein morgendliches kaffeeartiges Getränk mit einer Prise Zimt – lecker. Und wenn es hilft, warum nicht? Auch der Hinweis, auf den GI (Glykämischen Index) bei der Nahrung zu achten, finde ich gut nachvollziehbar (nicht immer so einfach in die Praxis umsetzbar).

Die hierin allerdings vorgeschlagene Zimtkur mit 5 (!) Mahlzeiten am Tag und davon die beiden kleinen als Soja-Kurdrink macht mich wegen des Soja einerseits schütteln (ich mag das Zeug alas Pflanzenmilch so gar nicht mehr) und ist für mich wegen der angedachten Idee der 5 Mahlzeiten (ich nehme 3, höchstens 4 Mahlzeiten am Tag zu mir) nicht praktikabel, nicht umsetzbar.

Dennoch werde ich mir die 2 – 3 Rezepte, die mir gefallen, daraus abschreiben. Danach kann ich aber auf das Buch verzichten ...

31. Dezember 2021

Rück- und Ausblick 2021 / 2022

Immerhin konnte ich mein Ziel von 2 Büchern SuB-Abbau gerade so nicht (dank Weihnachten und der Buchgeschenke an meine Söhne :rolleyes: ) aufrecht erhalten, habe ich doch einen Abbau von 21 Büchern zu verzeichnen.

Es fällt mir allerdings schwer, seit ich sehr viel Zeit mit Spielen am Handy verbringe, überhaupt wieder ans Lesen zu kommen … Auch ist das Haus meiner Mutter immer noch nicht von den Dingen, die ich überprüfen möchte, befreit – aber ein Ende ist dabei abzusehen. Nicht mehr viele Fahrten und ich kann es zum Verkauf freigeben. Natürlich ist dort immer noch reichlich an Literatur vorhanden, aber ich benötige nicht mehr alles davon, ich kann vieles loslassen (ja, ein langwieriger und nicht gerade einfacher Prozeß).

Jedenfalls hoffe ich Ende 2022 ein ähnliches positives Ergebnis vorweisen zu können und vielleicht auch meine Neubeschaffungs-Sperre aufheben zu können.

19. Dezember 2021

Ursula Poznanski: Aquila

 

Und gleich ein weiteres Buch meines Sohnes von ihr hinterher :grin:. Auch das ist wieder interessant und fesselnd.

Ort ist Siena, meine Lieblingsstadt in der Toskana. Die deutsche Protagonistin wacht auf mit „Lederallergie“ und muß nach einiger Zeit feststellen, daß ihr 2 ½ Tage fehlen. Sie versucht der Erinnerungslücke auf die Spur zu kommen (ihr liegt eine kryptische Liste von eigener Hand vor), bekommt dabei u.a. Streß mit der italienischen Polizei. Auch Hilfe bekommt sie – von erstmal unerwarteter Seite. Spannend finde ich, wie sie sich mittels Gerüchen und Musik an Bruchstücke erinnern kann – und wie die merkwürdigen Umstände und die dahinterliegende Wahrheit ans Tageslicht kommen.

18. Dezember 2021

Ursula Poznanski: Thalamus

 

Da mein Sohn wieder mal eines der Bücher von Ursula Poznanski geschenkt bekommen hat, mußte ich ein älteres von meiner Liste einfach weglesen …

Wieder ein sehr spannendes, interessantes Buch hoch brisanten Inhalts. Der Protagonist verunfallt mit dem Motorroller und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Er kommt in eine ReHa-Einrichtung und dann geht eigentlich das wesentliche erst los. Verschiedene undurchschaubare Erlebnisse machen seine Situation nicht einfacher – oder vielleicht doch? Ich möchte aus diesem tollen Buch nicht zuviel spoilern, deshalb mache ich nur vage Andeutungen. Es liest sich recht flott (heute begonnen und auch heute beendet).

27. November 2021

Ted Sieger / Liz Sutter Klasse Muheim 2

Ein Comic, aufgemacht wie ein Bilderbuch. Meine Jungs müssen den mal von einem Bücherei-Flohmarkt mitgenommen haben. Bis vor Kurzem wußte ich noch nicht einmal, daß dieses Buch hier im Hause ist …

Ja, Freud und Leid eines sowie Schüler- als auch Lehrer-Alltags mit Pubertierenden. Ist anschaulich und lustig geschrieben und darf – trotz Ausmistens ;) - weiterhin hier verbleiben.
 

20. November 2021

Carlo Collodi / Sara Fanelli: Pinocchio

Endlich konnte ich die ganze Geschichte in einer liebevollen Gestaltung lesen, ich kannte bisher ja „nur“ Bruchstücke der Zeichentrickserie.

Einerseits ist das eine schöne Geschichte, andererseits ist mir doch der erhobene Zeigefinger darin zu vordergründig. Ich möchte es kein zweites Mal lesen und somit wird das Buch meinen Haushalt verlassen.

14. November 2021

Anne Liersch / Christa Unzner: Ein Haus für alle

Auch aus dem Fundus meiner Mutter …

Eine schöne Geschichte, in der es darum geht, daß einige Tiere zum gemeinsamen Überwintern sich ein Haus bauen wollen. Sie tragen viele Materialien zusammen und dann möchte sich jemand Neues aus der Tierwelt anschließen. Der hat aber so ganz andere, sehr korrekte Vorstellungen vom Hausbau. Spannend, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und zu welchem erstaunlichen Ende sie kommt.

13. November 2021

Roland Gautschi / Giovanni Manna: Karl die Nebelkrähe

Dieses Bilderbuch aus dem Fundus meiner Mutter darf bei mir bleiben.

In der Geschichte geht es um eine Krähe, die von einer Regenwolke permanent verfolgt wird und wie sie sie los wird.

Für mich ist es ein wunderbares Beispiel, daß man die meisten unangenehmen, auch ererbten Dinge mit Hilfe angehen kann (und sollte) und auch bewältigen kann.

12. November 2021

Axel Milberg: Düsternbrook

Zum Jahreswechsel wurde dieses Buch groß beworben, mein Bruder schenkte es meiner Mutter zu Weihnachten. Ich selber werde es nicht beenden, da mir die bürgerliche Kindheitsidylle, die hier beschrieben wird so gar nicht liegt. Teilweise sind mir die Geschichtchen zu kindlich, zu wechselhaft, zu wenig abgeschlossen, ja rund. Es ist ein reines Mitteilungsbedürfnis, ohne daß ich eine für mich relevante Information oder einen Lustgewinn des Lesens an sich daraus bekommen kann.

1. November 2021

Alphonse Daudet: Briefe aus meiner Mühle

Aus dem Fundus meiner Mutter ein wenig Literatur als Monatsheft. Die Reihe nannte sich „Stimmen der Völker“ Meisternovellen der Weltliteratur.

Meistens führt mich bei so alten Werken die Neugierde zum Lesen hin …

Die Briefe aus meiner Mühle sind erfrischend realistisch, sowohl alltäglich als auch besonders geschrieben. Und obwohl der Titel Briefe beinhaltet, haben die Geschichten wenig mit einem Briefwechsel gemein. Es geht um die Wahrnehmung der (menschlichen) Umwelt, um Täuschungen, die nur allzu menschlich sind und selten in böser Absicht. Es klingt trotz schlimmer Erfahrungen meistens doch recht friedvoll, Vieles mit sich im Reinen.

Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet, aber dieses Format kann ich leider nicht weitergeben und hier behalten möchte ich das Heft auch nicht, also wird es ehrenvoll beerdigt.

11. Oktober 2021

Anne Perry: Eine Weihnachtsreise

Aus dem Fundus meiner Mutter – und nur wegen des möglichen Bezugs zu Weihnachten mitgenommen. Das Buch habe ich gut heute in einem Rutsch lesen können.

Erst dachte ich bei mir, na das wird ja was kitschiges sein: Adelige, alleinstehende bzw. -reisende Frauen zu Zeiten von Queen Victoria …

Dann las ich hinein und war einfach von der Reise der Frauen a) durch die Landschaft und b) zu sich selbst nur fasziniert. Die Ehrlichkeit, die hier auf einmal Aufmerksamkeit forderte – im Gegensatz zu den hochgesellschaftlichen Konventionen – war sehr feinfühlig und gut beschrieben. Es waren nicht mehr nur Frauen eines Standes gefangen in ihrer Zeit. Und damit gewinnt das Buch an Aktualität. Sehr schön fand ich auch den Schlußbogen, der wirklich einen Bezug zu Weihnachten (nicht allein die Jahreszeit!) herstellte. Das Buch hat, da ich es möglicherweise nochmals lesen möchte, hier ein ehrliches Asyl verdient.

24. September 2021

Alexej Tolstoi / Beljajewa, Marianna: Schneeweisschen und die Füchsin

Dieses Märchen-Bilderbuch ist zwar schön, aber es enthält Märchen - bis auf die Titelgeschichte - , die in sehr ähnlicher Form auch von anderen europäischen Dichtern und Sammlern aufgeschrieben wurden. Doppelte Geschehnisse in der Art haben hier leider keinen Platz.

17. September 2021

Charles Tazewell: Der kleinste Engel und der Weihnachtsstern

Ja, ein Büchlein zum Thema Weihnachten … - aber ich werde es nicht behalten. Eine amerikanische Weihnacht muß perfekt sein und strahlen und jeder Makel muß per Wunder rechtzeitig beseitigt werden. Nee, das liegt mir gar nicht.


 

16. September 2021

Meindert de Jong: Das siebente Kätzchen

 

Dieses Büchlein hatte meine Oma besorgt, damit wir etwas zu lesen hätten, wenn wir bei ihr sind. Ich hatte noch ein anderes Buch, Candy, vom selben Autoren und mochte das als Kind recht gerne. Inzwischen sind mir diese „armes Tier auf der Suche nach Zuwendung“-Themen nicht mehr nach meinen Lesegeschmack. Deshalb wird es in die Bücherkiste zum Weitergeben gelegt.

23. August 2021

Leo Lionni: Swimmy

Dieses Bilderbuch werde ich behalten. Ich kenne es noch aus meiner Kindheit, denn meine Mutter hat uns auch die Bilderbücher, die sie an andere Kinder verschenkte, vor dem Versand vorgelesen. Auch gefällt mir die Geschichte von „gemeinsam sind wir stark“ sehr gut.

Ab jetzt werde ich allerdings nur noch die Bilderbücher, die ich zu behalten gedenke auf meinem Blog führen, denn alle aufzuführen macht mir zuviel Arbeit (und mein Blog soll mir schließlich Spaß machen).

22. August 2021

Leo Lionni: Fisch ist Fisch

Ein wunderschönes Büchlein von Leo Lionni, das ich allerdings mit gemischten Gefühlen behalten werde. Das Thema ist mir zu stark an „Schuster bleib bei deinem Leisten“ orientiert, beinhaltet auf der anderen Seite die Akzeptanz von Beschränkungen. Mir gefällt die Darstellung der Ideen des Fisches zum erzählten des Frosches. Es macht sehr schön deutlich, daß wir in unseren beschränkten Sichtweisen von uns Unbekannten Dingen eher an unsere Erlebnisse, Erfahrungen und Vorstellungen, die auf Bekanntem beruhen, herangehen.

21. August 2021

James Krüss: Die kleinen Pferde heißen Fohlen

Dieses Buch kenne ich noch aus meiner Kindheit. Die Verse von James Krüss sind einfach klasse. Sollten die Gedichte aus diesem Band allerdings auch in „James Tierleben“ oder anderen seiner Werke vorhanden sein, geht das Büchlein woanders hin.

20. August 2021

Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

Eines der neuen Bücher in diesem Monat für mich. Ich finde es ein wichtiges Jugendbuch.

Es geht um eine Gesellschaft, in der die Menschen ziemlich gleich sind. Sie müssen nicht hungern, bekommen alle die gleiche Schulbildung, bekommen ihre Ausbildungsplätze nach Neigung und Talent von den Ältesten ausgewählt, selbst die Lebenspartner und Kinder werden für sie bestimmt. Für die kleineren Wehwehchen des Alltags gibt es medikamentöse Hilfen, d.h. sie leiden kaum und kennen wenige Risiken.

Der Protagonist lernt mit seinem vorgegebenen Ausbildungsziel als Hüter der historischen kollektiven Erinnerungen an Krieg, Hunger, Wetter, Farben und tiefe Gefühle die Kehrseite dieser „schönen“ Welt kennen. Sein Umgang sowie auch der seines Ausbilders mit dieser fast statischen Welt wird hier gezeigt und spannend dargestellt.

18. August 2021

Werner Holzwarth / Christina Bretschneider: Mama Maus 1 + 2

Nette Bilderbücher zu den Themen andersein und Umgang mit Angst in schönen Versen, aber für meinen Hausstand zu viel. Deshalb verlassen die bald denselben.

17. August 2021

Hermien Stellmacher / Regine Altegoer: Schlaf, Schäfchen, schlaf!

Auch aus dem Bestand meiner Mutter ...

Nett gemacht mit Anregungen für neue Strophen des Abendliedes „Schlaf, Kindlein, schlaf“. Allerdings erinnert der Plot stark an „Gute Nacht, Willi Wiberg“ - nur eben mit Schafen und Singen. Das Buch geht in die Flohmarkt-, Verschenke-, Spendenkiste.

16. August 2021

Kai Meyer: Der Kreuzworträtsel-Mörder

Auf dieses Buch bin ich gestoßen, als ich ein Erstlingswerk eines Autoren für eine Challenge suchte. Da ich die Bücher von Kai Meyer – inzwischen Jugend- und Fantasybereich – mag, befand es sich sehr lange auf meiner Wunschliste. Endlich konnte ich es günstig erwerben …

Ob ich ohne den Bezug zum Autoren mir ein Buch über ein wahres Verbrechens-Geschehen ansonsten besorgt und gelesen hätte, ist schon einigermaßen fragwürdig, aber der Zusammenhang wurde mir erst mit Erhalt des Buches deutlich. Auch weiß ich erst seit diesem Buch, daß die literarischen Anfänge Kai Meyers im Journalismus liegen.

Beim Lesen dieses doch recht spannenden, wenn auch nicht schönen Falles, blitzt trotz aller journalistischer Genauigkeit sein späterer Stil, den ich mag, an einigen Stellen durch. Es werden die Schwierigkeiten, die durch die politische Situation in der DDR auch bei der Polzeiarbeit herrschten, vorsichtig übermittelt. Der Mörder des Falls wird relativ früh vorgestellt, die Berichterstattung hält sich sehr an die chronologische Reihenfolge der Abläufe mit nur geringen Rückblenden. Spannender ist, wie und wann er überführt werden kann. Die Ermittlungsarbeiten dauerten immerhin 10 Monate bis dahin. Trotz der großen Emotionalität (es geht schließlich um einen Kindsmord) gelingt es Kai Meyer alles spannend und sachlich, ja recht nüchtern, vorzutragen.

14. August 2021

Astrid Lindgren: Tomte und der Fuchs

Meine Mutter hat für ihre Enkel sehr viele Bilderbücher neu angeschafft.

Diesen Band von Astrid Lindgren kannte ich noch gar nicht. Mir gefällt die poetische Sprache und die übermittelte Stimmung sehr gut und somit darf sich das Bilderbuch zum ersten Band „Tomte Tummetott“ gesellen. Sollte sich auch noch der Band „Weihnachten im Stall“ anfinden, hat er automatisch (Astrid Lindgren und diese Serie) ein Bleiberecht :) .

8. August 2021

Victor Gunn: Zwei Rosenblätter

Auch dieser Krimi ist aus dem Nachlaß meines Vaters. Das Buch liest sich gut.

Die Umgebung wird knapp und notwendig beschrieben. Die Charaktere werden sehr gut vorgestellt. Jeder, der befragt wird, fühlt sich verdächtigt – und reagiert entsprechend unsicher und / oder ungehalten. Die Lösung des Mordfalls wird bis zum Schluß hinausgezögert, obwohl es durchaus möglich ist, daß der eine oder andere Leser sie schon kurz durchschimmern sehen könnte.

Nochmal werde ich das Buch nicht lesen, also darf es unser Haus getrost verlassen.

10. Juli 2021

Nele Moost / Annet Rudolph: Rabenstarke Geschichten

Meine Mutter hat für ihre Enkel und andere kindliche Besucher sehr viele Bilderbücher und ähnliches angeschafft. Beim Ausräumen bin ich auch auf dieses kleine Büchlein gestoßen. Als kleine Filmgeschichten mochte ich den Raben Socke, aber zu lesen ist der mir zu frech ;). Das Buch geht auf die Reise.


 

8. Juli 2021

Robert Chapman: Ich wünsche deinen Tod

Der Klappentext: In dem Augenblick, als der Journalist Rex Banner den Wagen vor seiner Türe stehen sah, wußte er, daß es Ärger geben würde, und zwar Ärger mit der Polizei, was bekanntlich der schlimmste Ärger ist. Allerdings ahnte er nicht, daß man ihn des Mordes verdächtigte und wie viele Beweise gegen ihn standen – bis er das tote Mädchen unter den Bäumen sah.

Die Falle war bis ins letzte Detail perfekt gestellt. Ebenso bei dem darauffolgenden zweiten Mord und dem Versuch eines dritten. Aber welches war das Motiv?

Banner bemüht sich verzweifelt, es zu finden, während sich der Kreis immer enger um ihn schließt. Doch seine Kollegen halten eisern zu ihm und auch sein alter Freund, Superintendent Faro, steht ihm hilfreich bei, bis es ihm schließlich selbst gelingt, das Rätsel um die Tote zu lösen.

Einer der Krimis noch von meinem Vater. Er liest sich sehr gut. Die Spannung wird immer wieder aufs Neue aufgebaut – und die Ereignisse, die zur Lösung des Falls führen sind doch überraschend.

Ich werde ihn kein zweites Mal lesen, deshalb darf er gerne auf Reisen gehen.

22. Juni 2021

Weihnachts-Geschichten

Ein Weihnachtsbüchlein aus dem Fundus meiner Mutter …

Die Texte sind zwar leicht lesbar, aber sehr pietistisch ausgerichtet. Deshalb wird das Büchlein, obwohl ich sonst alles, was mit Weihnachten zu tun hat, aufhebe, das Haus verlassen.

5. Juni 2021

Tanja Janz: Dünen-Traumsommer

Meine Schwiegermutter gab mir Pfingsten das Buch mit, da sie selbst es als langweilig empfand (ihr wurde darin zuviel gebacken). Ich schlug es auf und konnte es kaum aus der Hand legen ;) .

Der Plot entwickelt sich nachvollziehbar. Ein Teil des Lebens in St. Peter Ording ist recht gut eingefangen. Die Liebesgeschichte ist hier eher schmückendes Beiwerk, die Backtätigkeit – auf die im Klappentext explizit hingewiesen wird – nimmt das richtige Maß an Raum ein. Auch befinden sich am Ende des Buches zwei (oder waren es drei?) Rezepte.

Meine Mutter jankt nach etwas leichterer Lektüre neben ihren doch recht schwierigen Vorhaben, also wird sie dieses Buch demnächst bekommen.

16. Mai 2021

Mihail Sadoveanu: Nechifor Lipans Weib

Auch aus den Beständen meines Elternhauses ist dieses Buch. Es sieht so aus, als ob es in der DDR gedruckt wurde.

Diese Geschichte ist von einer gewissen Schlichtheit, Ursprünglichkeit und liest sich flott weg.

Ich weiß nicht, ob ich das Buch auch mit soviel Freude gelesen hätte, wenn ich mich vorher über den Autoren informiert hätte …

Es ist ein Exemplar, das auseinanderfällt, also wird es beerdigt.


 

13. Mai 2021

Christiane Ritter: Eine Frau erlebt die Polarnacht

Eine meiner bevorzugten Literatursorten ist fast alles, was mit den Polargebieten zu tun hat – wie dieses Buch auch. Ich habe es aus dem Haus meiner Mutter geholt und es hat meiner Oma, die Literatur mit Gegenden mit dem Finger auf der Landkarte nachvollzog, gehört.

Eine Frau fährt zu ihrem Mann nach Spitzbergen um mit ihm, der dem Land schon vollkommen verfallen ist, einen Winter dort zusammen zu verbringen. Mit ihnen überwintert auch ein Norweger, Karl, ein erfahrener Jäger und auch Spitzbergennarr.

Das Buch ist sehr lebendig geschrieben und wird von schönen schwarz-weiß-Fotos der Autorin illustriert. Es gehört zu den Büchern, die in mir das Gefühl auslösen, etwas derartiges auch erleben zu wollen – nur bei näherer Betrachtung bin ich doch ein Warmduscher und es ist auch nicht wirklich mein Ding ;) .

Trotz Platzenge bleibt es erst einmal in meiner Sammlung der Literatur über die Polargebiete und wird wohl erst weiterziehen, wenn ich die entsprechenden Bücher durchsichte und ausmiste.

8. Mai 2021

Egle, die Natternkönigin

Ein sehr schön gestaltetes litauisches Volksmärchen. Irgendwie kannte ich das Märchen zwar schon, aber solange ich nicht weiß, ob ich das in einer der vielen Märchen-Anthologien auch habe, bleibt das wunderschöne Exemplar bei mir.

5. Mai 2021

Svend Fleuron: Strix

Eigentlich hatte ich vor, dieses Buch über das Leben einer Eule aus ihrer Sicht auch zu lesen, aber nach den ersten Sätzen kam ich mit der Art und dem Stil überhaupt nicht zurecht und empfand es auch als nicht mehr zeitgemäß.

Da ich aufgrund des Auflösens des buchreichen Haushalts meiner Mutter sehr viele Zugänge und deutlich weniger Platz als sie habe, ist das schon im Bücherhimmel.