Ein neuer
Poznanski, den ich mir – trotz Buchkaufverbot – besorgen mußte
und den ich auch innerhalb eines Tages gelesen habe.
Es geht um
eine Form der Wette, bei der die Teilnehmer für die Dauer derselben
nur die Wahrheit sagen dürfen, sonst sind sie aus dem Wettbewerb
raus. 100 Teilnehmer hat die Veranstaltung, die dem alleinigen
Gewinner viel Geld bringen wird, darunter auch zwei junge Menschen
mit Geldnöten: Ein Student, Paul, dem das Teilnahmetoken mit
Zugangscode geschenkt wird und Tessa, eine junge Frau aus ärmlichen
Verhältnissen, die sich mit zwei Jobs durch das Leben schlägt und
die jenes Token nicht ganz ehrlich erwirbt, da sie es ihrem reichen
Onkel entwendet.
Der Wettbewerb
beginnt mit hohem Wetteinsatz im Falle eines Ausscheidens: sich der
größten Angst zu stellen. Nach einem Tag merken die beiden jungen
Protagonisten, wie anstrengend es ist, immer ganz genau auf seine
Aussagen zu achten. Die Missgeschicke einiger Teilnehmer werden nach
ihrem Ausscheiden kurz dargestellt (im späteren Verlauf auch einige
der Strafen, damit deutlich wird, daß der Veranstalter den
Wetteinsatz wirklich einfordert). Auch funktioniert es nicht, sich
anderen Menschen nicht auszusetzen bzw.es werden auch Sonderaufgaben
gestellt, die bewältigt werden müssen.
Ehrlichkeit
als Forderung geht teilweise so weit, daß die beiden jungen
Protagonisten ihre jeweiligen Jobs gefährden bzw. sogar loswerden.
Als Mitarbeiter einer Boutique bzw. beim Kellnern ist es nun einmal
sehr schwierig Kunden nicht mit schnell daher gesagten Floskeln (ja,
da sind oft auch Unwahrheiten dabei) zufrieden zu stellen.
Der Ausgang
des Wetbewerbs und das Motiv für denselben sind jedenfalls sehr
überraschend, ja, der Wettbewerb selber dient letztendlich zu einem
bestimmten vergangenen Ereignis als Wahrheitsfinder …