30. August 2024

Ursula Poznanski: Scandor

 

Ein neuer Poznanski, den ich mir – trotz Buchkaufverbot – besorgen mußte und den ich auch innerhalb eines Tages gelesen habe.

Es geht um eine Form der Wette, bei der die Teilnehmer für die Dauer derselben nur die Wahrheit sagen dürfen, sonst sind sie aus dem Wettbewerb raus. 100 Teilnehmer hat die Veranstaltung, die dem alleinigen Gewinner viel Geld bringen wird, darunter auch zwei junge Menschen mit Geldnöten: Ein Student, Paul, dem das Teilnahmetoken mit Zugangscode geschenkt wird und Tessa, eine junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen, die sich mit zwei Jobs durch das Leben schlägt und die jenes Token nicht ganz ehrlich erwirbt, da sie es ihrem reichen Onkel entwendet.

Der Wettbewerb beginnt mit hohem Wetteinsatz im Falle eines Ausscheidens: sich der größten Angst zu stellen. Nach einem Tag merken die beiden jungen Protagonisten, wie anstrengend es ist, immer ganz genau auf seine Aussagen zu achten. Die Missgeschicke einiger Teilnehmer werden nach ihrem Ausscheiden kurz dargestellt (im späteren Verlauf auch einige der Strafen, damit deutlich wird, daß der Veranstalter den Wetteinsatz wirklich einfordert). Auch funktioniert es nicht, sich anderen Menschen nicht auszusetzen bzw.es werden auch Sonderaufgaben gestellt, die bewältigt werden müssen.

Ehrlichkeit als Forderung geht teilweise so weit, daß die beiden jungen Protagonisten ihre jeweiligen Jobs gefährden bzw. sogar loswerden. Als Mitarbeiter einer Boutique bzw. beim Kellnern ist es nun einmal sehr schwierig Kunden nicht mit schnell daher gesagten Floskeln (ja, da sind oft auch Unwahrheiten dabei) zufrieden zu stellen.

Der Ausgang des Wetbewerbs und das Motiv für denselben sind jedenfalls sehr überraschend, ja, der Wettbewerb selber dient letztendlich zu einem bestimmten vergangenen Ereignis als Wahrheitsfinder …

20. August 2024


Diesen Krimi aus dem Bestand meiner Mutter habe ich im Urlaub gelesen.
Für mein Empfinden fing er zäh an. Geschildert wurde der Fund einer Leiche, wie es sie ähnlich einige Wochen vorher gab. Der ermittelnde Hauptkommissar Van Veeteren wird von Alpträumen geplagt, die mir, die ich von Håkan Nesser noch nichts gelesen habe, nichts sagen, ja, das Buch langweilig erscheinen ließen. Das war der Punkt (etwa Kapitel 4), an dem ich gegen meine Gewohnheit ans Ende vor schaute. Das war so überraschend, daß es mich bewog, doch den gesamten Roman zu lesen.
Wer Nesser und seinen Kommissar Van Veeteren kennt, wird ahnen, worauf er sich einläßt. Für Neulinge eben etwas mühsam am Anfang.
Dieses Buch werde ich weggeben.